zurück
Nur hier kann man auf der Lichtung Podokólne bei Jurgów ein einzigartiges Hirtendorf sehen. Von den alten Fabelnerzählern aus Bukowina kann man erfahren, wo die Räuberschätze versteckt sind und in Bia³ka Tatrzañska den alten Trakt spazierengehen, der noch an die Zeiten erinnert, als die Einwohner von Bia³ka den polnischen König Jan Kasimir vor Schweden gerettet haben. Die einmaligen Aussichten auf die Tatra, die ausgezeichneten Skigebiete, die authentische Folklore und die schmackhaften Speisen wie die Sauerkrautsuppe "Kwa¶nica" oder "Moskol" in den lokalen Wirtshäusern - das sind nur einige der Gründe, weswegen die Gemeinde Bukowina Tatrzañska einen Besuch wert ist.

Die Gemeinde liegt am Fuß des Tatra-Gebirges, an der Grenze zu der Slowakei. Ein Drittel der Gemeinde gehört zum Tatra-Naturschutzgebiet. Zu der Gemeinde gehört der Ostteil der Hohen Tatra mit den reizvollen Gegenden der Gebirgsseen Morskie Oko und Czarny Staw sowie der Täler Dolina Piêciu Stawów oder Dolina Roztoki. Auf dem Gebiet der Gemeinde befinden sich alle höchsten Gipfel der Tatra mit Rysy (2499 ü.d.M. ) an der Spitze.

Die Gemeinde bilden acht Dörfer: Bukowina Tatrzañska, Bia³ka Tatrzañska, Brzegi, Czarna Góra, Rzepiska, Jurgów, Groñ und Le¶nica. Jede von diesen Ortschaften am Fuße der Tatra bewahrte eine authentische Folklore. Die Einwohner sprechen eine Mundart, die alten Sitten und Bräuche werden gepflegt, und es gilt weiterhin als Pflicht, die Tracht der Bergbewohner, der "Goralen", bei Kirchenfesten zu tragen. In der Gemeinde wirken zahlreiche Folkloreensembles. In der Bukowina Tatrzañska gibt es auch eins der besten Landtheater in Polen.

In der Region wirken zahlreiche Volkskünstler, die Glasmalerei und Bildhauer- sowie Schnitzkunst betreiben; sie sticken die Tuchhosen "Portki", sie wissen, die schön verzierten Gürtel oder Klammern fertig zu stellen. Die meisten von ihnen leben im Ort Bukowina Tatrzañska. Dafür, dass dieses alte Handwerk nicht verschwindet, sorgt die Schule für Verschwindende Berufe, die es bei dem Volkskulturheim in Bukowina gibt.

Die Hirtentradition ist hier weiterhin lebendig. Es gibt viele Sennenfamilien, in denen das Wissen und die Geheimnisse über diese ehrenvolle Beschäftigung von Generation zu Generation übermittelt werden. Jeden Frühling und Herbst kann man den Weidegang der Schafe durch die Dörfer bewundern. Im Sommer lohnt es sich, eine der Hirtenhütten (z.B. auf der Lichtung Rusinowa Polana oder in der Gegend von Brzegi) zu besuchen, wo nach alten Rezepturen der geräucherte Schafskäse "Oscypki" hergestellt wird und wo man auch den frischen Schafskäse "Bundz" kosten oder Schafsmolke "¯êtyca" trinken kann.

Diese Region ist auch ethnographisch sehr interessant. Ein Teil des Gemeindegebietes gehört der Region Podhale, ein Teil der Region Spisz. Diese Regionen unterscheiden sich stark durch ihre Folklore, Mundart und Tracht. Die gesonderte Gruppe bilden die Roma; die meisten von ihnen leben in Czarna Góra.

Dieses Gebiet ist ein Skiparadies - es gibt zahlreiche Pisten und der Winter hält lange an. Auf die Skifahrer warten hier ca. 40 Skiliften - hauptsächlich in Bukowina und Bia³ka Tatrzañska. Die meisten Hänge sind beleuchtet, es arbeiten dort Schneekanonen und es gibt Imbissgelegenheit. In Bia³ka Tatrzañska gibt es auch eine Eisbahn, die in der Sommerzeit zu einer Rollschuhbahn wird. Großer Beleibtheit erfreuen sich die Schlittenfahrten, die von den Bauern organisiert werden.

Die Urlauber in der Sommersaison haben sich auch nicht über zu wenig Attraktionen zu beklagen. In Bia³ka Tatrzañska, in Bukowina Tatrzañska und Czarna Góra stehen zu ihrer Verfügung Schwimmbäder mit filtriertem Wasser. In Bukowina und Czarna Góra gibt es auch Wasserrutschbahnen und Tennisspielplätze. Interessante Gebiete für Drachenflieger gibt es auf dem Berg Gogolowa Grapa in Czarna Góra. Nach Jurgów kommen wiederum die Fans des Bergkanusports. Bukowina und Bia³ka bieten auch einen "Urlaub im Sattel" mit Reiten an. Von Palenica Bia³czañska zum Morskie Oko kann man eine Fahrt mit Pferdegespann genießen.

Die abwechslungsreiche Landschaft, die zahlreichen Anhöhen, Bäche, wunderschöne Aussichten auf die Tatra locken alle aber vor allem zu Fuß- und Radwanderungen an. Auf die Fahrer warten zahlreiche befestigte Strassen außer der Wohngebiete. Auf die Fußgänger - außer der schönen Aussichten - die Wälder mit Pilzen, Blau- und Himbeeren.

Sehenswert sind die alte Kirche in Bia³ka Tatrzañska, die Holzkirche in Jurgów oder in Bukowina Tatrzañska. In jedem Ort findet man die Überbleibsel der alten regionalen Baukunst - alte Gehöfte, Sägemühlen und Mühlen. Während der Wanderungen ist die Aufmerksamkeit auf reizvolle Bildstöcke und kleine Kapellen zu lenken, die es sehr viele auf diesem Gebiet gibt - an den Strassen und Wegen aber auch auf den Feldern. Sie waren ehemals eigentümliche Wegweiser für die Hirten und Wanderer.

Wenn es draußen regnet, lohnt es sich, den Nachmittag im Volksheim in Bukowina zu verbringen. Dieses Heim ist eine Kulturgenossenschaft und zugleich das größte Holzgebäude in Polen. In der Saison finden hier Darbietungen der lokalen Ensembles statt, es werden Theaterstücke aufgeführt und Ausstellungen der Volkskunst organisiert. Dreimal im Jahr finden in Bukowina Tatrzañska Veranstaltungen statt, die in ganz Polen bekannt sind - Goralen-Fasching im Februar, Wettbewerb der Fabelerzähler "Saba³owe Bajania" im August und Tag der Landtheatergruppen im Juli. Seit einigen Jahren werden die Feste auch in Bia³ka Tatrzañska veranstaltet.

Von der Gemeinde Bukowina Tatrzañska ist es nicht weit in andere interessante Regionen - nach Zakopane und nach Nowy Targ zum Jahrmarkt. Die interessante Landstrasse durch die Ortschaften im Spisz führt uns an den See Jezioro Czorsztyñskie. An diesem See stehen zwei sehenswerte Burgen - in Niedzica und Czorsztyn. Unbedingt muss man einen Tag für die Flussfahrt den Dunajec-Durchbruch entlang widmen. In der Nähe von Bukowina befinden sich zwei Grenzübergänge - in £ysa Polana und in Jurgów. Es lohnt sich, diese Gelegenheit wahrzunehmen - auf der anderen Seite der Grenze warten interessante Städtchen von Spisz wie Kie¿mark oder Lewocza sowie die Kurorte der Slowakei wie Smokowiec oder Tatrzañska £omnica. Auch ist das Gebirge an jener Grenzseite sehenswert.
Es durfte keine Probleme mit Übernachtung geben, denn die Gemeinde verfügt über ca. 5 000 Übernachtungsplätze - in privaten Unterkünften, Pensionen und Erholungsheimen, von unterschiedlichem Standard und preiswert.

Die ansteigende Anzahl der touristischen Attraktionen, die touristische Basis, die immer öfter die europäischen Standards erfüllt, resultieren zum größten Teil aus der Natur der Einwohner dieser Region - aus ihrem Unternehmungsgeist, der Offenheit den Neuigkeiten gegenüber sowie aus dem Wettbewerbsgeist, der unter den hiesigen Businessmännern herrscht.

Die ersten Ansiedler auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde Bukowina Tatrzañska waren die Walachen - ein Hirtenstamm, der vom Süden Europas die Karpaten entlang bis hierher wanderte. Diese Hirten brachten eigentümliche Kultur mit sich, die sich in ihren Sitten, Bräuchen, Trachten sowie im Wortschatz, aber auch darin äußerte, dass die Herden in der Saison auf die Almen getrieben wurden. Die Spuren dieser Bräuche, Trachten und des Wortschatzes haben bis heute überdauert.

Noch im 16. Jahrhundert war das Bia³ka-Tal mit dichten, schwerzugänglichen Wäldern bedeckt. Diese Gebiete sollten der Legende nach ein Zufluchtsort für die Rebellen und Flüchtlinge sein; für diejenigen, die sich vor dem Gefängnis verstecken mussten aber auch für diejenigen, die Freiheit über alles liebten und sich vor den schweren Lebensbedingungen in diesem Gebirgsgelände nicht fürchteten.

Die meisten Ortschaften in der Gemeinde sind im 16. und 17. Jh. gegründet worden. Sie hatten eine stürmische Geschichte. In den Jahren 1589-1624 gab es auf diesem Gebiet einen scharfen Streit zwischen den ungarischen Aristokraten und den Landraten von Nowy Targ. Dann bildete der Fluss Bia³ka eine lange Zeit die Grenze zwischen Polen und Ungarn. Im Jahr 1920 wurde die Grenze zwischen Polen und Tschechoslowakei festgelegt. Polen wurden vierzehn Dörfer von Spisz, darunter Jurgów, Czarna Góra und Rzepiska, angeschlossen.

Die Bergbewohner dieser Region, die Goralen, haben Jahrhunderte lang hauptsächlich vom Hirtentum gelebt. Das Leben auf dem unfruchtbaren Boden, unter schweren Witterungsbedingungen war oft mit Hunger verbunden. Diese Situation änderte sich erst dann, als die Goralen begannen, "auf der Suche nach Brot" nach Amerika auszuwandern, und dann, als die Touristen diese Gegenden entdeckt haben. Die ersten Urlauber kamen hierher in der Zwischenkriegszeit; sie "entdeckten" zuerst Bukowina Tatrzañska, dann Bia³ka und die umliegenden Dörfer.

Nach dem Strukturwandel und dem Entstehen der lokalen Selbstverwaltungen änderte sich viel auch in der Bukowina-Gemeinde.In den letzten zehn Jahren verbesserte sich der Zustand der Strassen; die touristische Basis wurde entwickelt. Die Gemeindebehörden setzten sich zwei Prioritäten - die Entwicklung der Touristik und den Umweltschutz. Seit 1999 arbeitet eine Kläranlage, die die meisten Orte in der Gemeinde bedient. Das Kanalisationsnetz wird weiterhin erweitert. In den Plänen steht der Bau einer Mühldeponie. Große Hoffnungen setzen die Gemeindebehörden auf die hier vorkommenden geothermischen Gewässer, die in der Zukunft als umweltfreundliche Heizquelle genutzt werden können. In Bukowina Tatrzañska wurde eine Gesellschaft gegründet, die vorhat, in den nächsten Jahren auf der Grundlage der geothermischen Gewässer ein Wasser-Erholungs-Komplex zu errichten.


© 2002, Beata Zalot, Gmina Bukowina Tatrzañska, wyd. Oficyna Artystów SZTUKA, Kraków
© 2002, t³umaczenie: TO! Dobra Intelektualne, Kraków

© 2002, wszystkie materia³y na tej stronie
s± w³asno¶ci± Wydawnictwa Oficyna Artystów SZTUKA
i s± chronione prawem autorskim;
kopiowanie i powielanie jest niedozwolone.

<< zurück